Geschichte der Männlichkeiten (Historische Einführungen) by Jürgen Martschukat, Olaf Stieglitz

By Jürgen Martschukat, Olaf Stieglitz

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Ich will doch nur normal sein!

Erschütternde Grausamkeiten musste sie miterleben und wurden ihr selbst angetan. Schwer vorstellbar und nicht zu fassen, dass Menschen dazu fähig sind, solches Leid zuzufügen. In Ihrem Bericht beschreibt Tina J. nicht nur die Grauen erweckenden Erlebnisse, sondern vor allem sich selbst und ihre inneren Zustände, vor und während ihrer therapeutischen Behandlung.

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2: Habitus . ). Drittens druckt sich in dieser Distanz zu starker konstruk­ tivistischen Gedankenmodellen offenbar ein gewisses Unbeha­ gen gegenuber kulturwissenschaftlichen Positionen mit explizit formulierten politischen Implikationen aus, wie sie nicht zuletzt aus den Bereichen des Postkolonialismus und der » Queer Theory« heraus formuliert werden (Geden 2000: 17, 21). Der Literaturwis­ senschaftler Bryce Traister hat diese intellektuellen Spannungen angesprochen, denen wir uns im folgenden Abschnitt ausfuhr­ licher zuwenden wollen.

Das biologische Geschlecht If bestaligen. eschlechterrolle. aktefzOge� gefragt. dYe eine-',>ge­ sunde, mannlicb,e (jeschlechtsidel\titat ausmachen�, ,(Meuse1: J998i 51). ; � ', "'1, tt i! �W 'H" , �. ' . < ' I .. • ,f)' ". ,, ' " , 4, . Kritik des Ein solcher Blick auf Manner und Mannlichkeiten behalt bis Rollen- heute in popularen Debatten uber den »neuen Mann« einen gromodells 6en Einfluss (Schwanitz 2001: 23). In wissenschaftlichen Diskus­ sionszusammenhangen ist er seit den 1970er Jahren allerdings einer umfassenden Kritik unterzogen worden, insbesondere weil er die historisch-kulturellen Dimensionen sowie die Relationali­ tat von Geschlecht ignoriert (Brod 1987= 4).

Fur das Fach S oziologie seien hier etwa die em­ pirischen Arbeiten Mirra Komarovskys oder aber » Klassiker« des 36 G ESCHI CHTE D E R MiiN N LlCH K E ITEN soziologischen Denkens wie Ferdinand Tonnies, Georg Simmel oder Emile Durkheim genannt (Meuser 1998: 21-49). 1m gleichen Sinne sind auch Sigmund Freuds Essays zur Theorie der Sexualitat als konstant wiederkehrende Bezugspunkte heutiger Mannlich­ keitsforschung auszumachen, zumal mit der Frage nach mannli­ chen Sexualitaten ein zentrales Thema der empirischen Forschung angesprochen ist (Adams 2002: 9-13).

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