Euripides. Alkestis (Griechische Dramen) by Euripides, Gustav Adolf Seeck, Gustav Seeck

By Euripides, Gustav Adolf Seeck, Gustav Seeck

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Ich will doch nur normal sein!

Erschütternde Grausamkeiten musste sie miterleben und wurden ihr selbst angetan. Schwer vorstellbar und nicht zu fassen, dass Menschen dazu fähig sind, solches Leid zuzufügen. In Ihrem Bericht beschreibt Tina J. nicht nur die Grauen erweckenden Erlebnisse, sondern vor allem sich selbst und ihre inneren Zustände, vor und während ihrer therapeutischen Behandlung.

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Attizismus gefördert, dessen Vertreter dem Sprachverfall, den sie in der hellenistischen Gemeinsprache (Koiné) sahen, entgegenwirken wollten. Im 4. Jh. wird Euripides von Autoren wie dem Rhetor Libanios und Kaiser Julian Apostata in einer Weise zitiert, daß man auf direkte Textkenntnis und nicht auf Benutzung von Zitatensammlungen schließen muß. Die Bühne lebte in dieser Zeit nur noch vom sketchartigen Mimus und tänzerischen Pantomimus. 70 Bezeichnend ist der aus spätantiker oder byzantinischer Zeit stammende Cento (‚Flickgedicht‘) Christus patiens, der weitgehend aus Euripidesversen, besonders der Bakchen, besteht.

Euripides) vermeidet es also, näher auf die Umstände des Lebenstauschs einzugehen. – Noch auffallender ist, daß aus Apollons Worten nicht klar hervorgeht, ob Admet nach den Eltern auch Alkestis gefragt hat. Wir hören nur, daß niemand außer Alkestis zum Tausch bereit war. Nach dem Wortlaut könnte sie sich auch ungefragt und ohne Admets Wissen dazu entschieden haben. Schon hier im Prolog ist die Formulierung offensichtlich so gewählt, daß die Problematik des Lebenstauschs möglichst ausgespart wird.

Ein literarischer Text enthält daher unvermeidlich sog. ‚Leerstellen‘, wie wir heute sagen würden, die man nicht nach Gutdünken oder unter Zuhilfenahme anderer Quellen einfach ausfüllen darf. Den griechischen Tragikern ging es um die Wirkung der Einzelszene, aber selbstverständlich immer zugleich im Kontext des jeweiligen Stücks. Dabei wußten sie besser als manche Dramatiker des 19. Jahrhunderts, daß die Theaterwirksamkeit eines Dramas nicht von seiner oberflächlichen motivischen Vollständigkeit, nämlich der Vermeidung von Leerstellen und Widersprüchen, abhängt, sondern dadurch sogar beeinträchtigt werden kann.

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