Der Wunschzettel by Alexandra Potter

By Alexandra Potter

Show description

Read Online or Download Der Wunschzettel PDF

Similar german_1 books

Ich will doch nur normal sein!

Erschütternde Grausamkeiten musste sie miterleben und wurden ihr selbst angetan. Schwer vorstellbar und nicht zu fassen, dass Menschen dazu fähig sind, solches Leid zuzufügen. In Ihrem Bericht beschreibt Tina J. nicht nur die Grauen erweckenden Erlebnisse, sondern vor allem sich selbst und ihre inneren Zustände, vor und während ihrer therapeutischen Behandlung.

Additional info for Der Wunschzettel

Sample text

Verdammt! • Ich wünschte, ich käme nicht zu spät zu meinem Termin mit Brian vor dem Standesamt um zehn. Denn es ist bereits zwanzig Minuten nach zehn. Und er wird mich umbringen. Auf den Stufen des Standesamtes von Marylebone steht ein schlanker, attraktiver grauhaariger Mann in einem anthrazitgrauen Flanellanzug, der ohne Weiteres als Mittfünfziger durchgehen würde, obwohl er in Wahrheit zehn Jahre älter ist, und wippt in seinen auf Hochglanz polierten Schuhen rhythmisch vor und zurück. Er sieht auf die Uhr, dann auf die Straße, dann seufzt er und richtet seine Aufmerksamkeit auf sein Knopfloch.

Der Mut verlässt mich. Brian benimmt sich wie ein Freund, wenn er einen sitzen lässt und behauptet, es läge nicht an einem selbst, sondern an ihm, in der Hoffnung, man fühle sich dadurch besser. Es spielt keine Rolle, wie sie es sagen - das Ergebnis ist immer dasselbe. Er verlässt dich. �Ich versuche dir damit zu sagen, dass ich mir die Bücher angesehen habe. « Er starrt mich an und versucht, meine Reaktion einzuschätzen. «, frage ich ruhig. « Er erfüllt das Wageninnere mit einer anständigen Portion Ozeanbrise, legt die Dose zufrieden ins Handschuhfach zurück und wendet sich wieder mir zu.

Stößt er mit spitzer Stimme verblüfft hervor. »Gütiger Himmel, nein. « �Aber ich dachte …«, stammle ich verwirrt. « Der Mut verlässt mich. Brian benimmt sich wie ein Freund, wenn er einen sitzen lässt und behauptet, es läge nicht an einem selbst, sondern an ihm, in der Hoffnung, man fühle sich dadurch besser. Es spielt keine Rolle, wie sie es sagen - das Ergebnis ist immer dasselbe. Er verlässt dich. �Ich versuche dir damit zu sagen, dass ich mir die Bücher angesehen habe. « Er starrt mich an und versucht, meine Reaktion einzuschätzen.

Download PDF sample

Rated 4.36 of 5 – based on 16 votes