Bismarck by Eberhard Kolb

By Eberhard Kolb

Kaum eine andere Gestalt der deutschen Geschichte ist so häufig dämonisiert worden wie Otto von Bismarck. Nicht selten werden dem Reichsgründer sämtliche Fehlentwicklungen der jüngeren deutschen Geschichte pauschal zur final gelegt. Eberhard Kolbs konzises Portrait, dicht an den Quellen orientiert, bringt Persönlichkeit und Wirken Bismarcks auf ein menschliches Maß. Neben die großen Leistungen und Verdienste treten in ausgewogenem Urteil die Schattenseiten des «Eisernen Kanzlers».

Biographische Informationen
Eberhard Kolb battle bis zu seiner Emeritierung Professor für Geschichte an der Universität zu Köln. Er ist Mitherausgeber der «Neuen Friedrichsruher Ausgabe» von Bismarcks Gesammelten Schriften. Bei C.H.Beck sind von ihm erschienen: Gustav Stresemann (2003, bsr 2315) und Der Frieden von Versailles (2005, bsr 2375).

Reihe
Beck'sche Reihe - Band 2476

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September in Toulouse Briefe an Bernstorff und Roon, in denen er sich über die Ungewißheit beklagte, in der er sich nach wie vor befinde. In Paris erhielt er am 16. September ein Telegramm Bernstorffs, er solle den König in Berlin aufsuchen, und zwar so schnell wie möglich. Es folgte Roons berühmtes Telegramm: «Periculum in mora. Dépêchez vous» (Verzug bringt Gefahr. Beeilen Sie sich). Am frühen Morgen des 20. September traf Bismarck in Berlin ein. Wilhelm I. befand sich in stärkster Bedrängnis.

Wieder einmal kursierten Gerüchte, Bismarck werde an die Spitze des Ministeriums treten – Bismarck ante portas. Seinem Petersburger Mitarbeiter Kurd von Schlözer teilte er am 15. Mai mit: «Über London und Paris ist nichts entschieden. Die Wahr- 52 III. » Der Ministerpräsident der «Neuen Ära», Fürst Hohenzollern, und dessen Nachfolger Prinz Hohenlohe empfahlen dem Monarchen, Bismarck zu berufen. Aber König Wilhelm schwankte und zögerte. » Entscheidend war letztlich der Einfluß der Königin, die alle Hebel in Bewegung setzte, um einen Ministerpräsidenten oder Minister Bismarck zu verhindern.

September zwang Wilhelm I. die Minister, sich seinem Willen zu fügen oder zu gehen, dabei deutete er die Möglichkeit seiner Abdankung an und rief den in Thüringen weilenden Kronprinzen telegrafisch nach Berlin. Die Rücktrittsdrohung – wie ernst oder lediglich taktisch sie gemeint sein mochte 54 IV. Großpreuße und Reichsgründer (1862–1871) – zeigte Wirkung bei den Ministern und der Familie. Das Kabinett bat in einer Erklärung den Monarchen, nicht abzudanken, und der Kronprinz lehnte es ab, unter den gegebenen Umständen die Krone zu übernehmen; nach zwei Gesprächen mit seinem Vater, in denen er ihn vergeblich zum Einlenken beschwor, reiste er am 20.

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