Anspruch und Rechtfertigung: Eine Theorie des rechtlichen by Sophie Loidolt

By Sophie Loidolt

Anspruch und Rechtfertigung entwickelt eine phänomenologische Theorie des ‘rechtlichen Denkens’. Dabei handelt es sich um eine erste systematische Untersuchung derjenigen Bewusstseinsstrukturen, die ein Begründen, Ausweisen und Rechtfertigen überhaupt erst ermöglichen.

Die grundlegende Frage ist, wie Rechtsansprüche, die sowohl erkenntnistheoretischen als auch ethischen Urteilen inhärent sind, als ein Grundmerkmal des Erfahrens verstanden werden können. Die vorliegende those gibt eine genetische Antwort auf diese Frage. Sie führt den Rechtscharakter im Denken auf einen ursprünglichen Anspruch zurück, dem Bewusstsein im Erfahren immer schon ausgesetzt ist. Rechtliche Strukturen müssen daher als eine prädikative Antwort auf ein vorprädikatives Angesprochen-Sein begriffen werden.

Das vorliegende Buch untersucht sowohl den ethischen als auch den erkenntnistheoretischen Bereich, wobei Husserls genetische Phänomenologie in Erfahrung und Urteil den methodischen Hintergrund bildet. Es bietet außerdem eine neue und umfassende Lektüre von Husserls Schriften zur Ethik, sowie einen kritischen conversation mit der Alteritätsethik von Levinas und der Diskursethik Apels.

Show description

Read Online or Download Anspruch und Rechtfertigung: Eine Theorie des rechtlichen Denkens im Anschluss an die Phänomenologie Edmund Husserls PDF

Best phenomenology books

Cartesian Meditations: An Introduction to Phenomenology

Translated via Dorion Cairns.

The "Cartesian Meditations" translation is predicated totally on the broadcast textual content, edited by way of Professor S. Strasser and released within the first quantity of Husserliana: Cartesianische Meditationen und Pariser Vorträge, ISBN 90-247-0214-3. such a lot of Husserl's emendations, as given within the Appendix to that quantity, were taken care of as though they have been a part of the textual content. The others were translated in footnotes.

Secondary attention has been given to a typescript (cited as "Typescript C") on which Husserl wrote in 1933: "Cartes. Meditationen / Originaltext 1929 / E. Husserl / für Dorion Cairns". Its use of emphasis and citation marks conforms extra heavily to Husserl’s perform, as exemplified in works released in the course of his lifetime. during this recognize the interpretation often follows Typescript C. additionally, a number of the version readings n this typescript are most well known and feature been used because the foundation for the interpretation. the place that's the case, the printed textual content is given or translated in a foornote.

the broadcast textual content and Typescript C were in comparison with the French translation by way of Gabrielle Pfeiffer and Emmanuel Levinas (Paris, Armand Collin, 1931). using emphasis and citation marks within the French translation corresponds extra heavily to that during Typescript C than to that during the printed textual content. frequently, the place the wording of the broadcast textual content and that of Typescript C fluctuate, the French translation shows that it used to be according to a textual content that corresponded extra heavily to at least one or the opposite – often to Typescript C. In such circumstances the French translation has been quoted or stated in a foornote.

Hegel, the End of History, and the Future

In Phenomenology of Spirit (1806) Hegel is usually held to have introduced the top of background, the place 'history' is to be understood because the lengthy pursuit of ends in the direction of which humanity had regularly been striving. during this, the 1st publication in English to completely critique this entrenched view, Eric Michael Dale argues that it's a misinterpretation.

Zur Phänomenologie der Intersubjektivität: Texte aus dem Nachlaß. Zweiter Teil. 1921-1928

Vorbemerkung Wo in den folgenden Manuskriptbeschreibungen nichts anderes vermerkt ist, handelt es sich immer um in Tinte geschriebene Stenogramme (Gabels berger procedure) auf Blattern vom layout ZI,5 X I7 cm. In den Textkritischen Anmerkungen finden folgende Abkurzungen Ver wendung: Bl. = Blatt; Ein/. = Einfugung (Zusatz, fur den vom Ver/.

Groove: A Phenomenology of Rhythmic Nuance

Written via an skilled drummer and thinker, Groove is a vibrant and fascinating examine of 1 of music's so much critical and comparatively unexplored elements. Tiger C. Roholt explains why grooves, that are cast in music's rhythmic nuances, stay hidden to a few listeners. He argues that grooves aren't graspable during the mind nor via mere listening; fairly, grooves are disclosed via our physically engagement with song.

Extra resources for Anspruch und Rechtfertigung: Eine Theorie des rechtlichen Denkens im Anschluss an die Phänomenologie Edmund Husserls

Example text

27 Der Begriff de An-spruchs wird im weiteren Verlauf der Arbeit noch genauer expliziert: Es handelt sich dabei um ein vorpr¨adikatives und passives Angesprochen-Sein (daher An-spruch im Gegensatz zum pr¨adikativen Anspruch auf Erf¨ullung), dessen pr¨adikative ¨ Fassung sich in Rechtsbegriffen a¨ußert. Die Uberlegung, die dieser These zu Grunde liegt, ist die, dass der Rechtscharakter als pr¨adikativ gefasstes Antworten zu begreifen ist, das dem Anspruchscharakter von Gegebenheit entspricht. Vgl.

Dazu ein konkreter Ankn¨upfungspunkt aus der aktuellen rechtsphilosophischen Diskussion: J¨urgen Habermas hat in seinem Buch Faktizit¨at und Geltung (1994) das juristische Rechtssystem auf seine zwei wesentlichen Merkmale hin untersucht: Es besitzt eine Faktizit¨at als Institution und stellt in seinem Funktionieren als gesellschaftliche Ordnung eine ,,soziale Technik“ (Kel13 Der Rechtspositivist H. L. A. Hart unterscheidet zwischen prim¨aren (Pflicht-) und sekund¨aren (Erm¨achtigungs-) Regeln. ).

EU 267)) und relativer Adjektivit¨at (,,[. ] sich ergebend auf Grund der hinausgehenden Betrachtung und beziehenden Ineinssetzung und des sich darauf bauenden beziehenden Urteilens“ (EU 267)). Der Rechtssinn ist zu den relativen Adjektivit¨aten zu rechnen, da er tats¨achlich in einer ,hinausgehenden Betrachtung’ gewonnen wird. Er ist nicht ,unselbstst¨andiges Moment des Bestimmungssubstrates’ (wie z. B. das ,Blau’ einer ,Vase’), sondern kann nur durch das Messen an der Norm hervorgebracht werden.

Download PDF sample

Rated 4.05 of 5 – based on 6 votes