Alumnen und ihre Exlibris: 600 Jahre Universität Leipzig by Anne Büsing, Kirsten Büsing

By Anne Büsing, Kirsten Büsing

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Ich will doch nur normal sein!

Erschütternde Grausamkeiten musste sie miterleben und wurden ihr selbst angetan. Schwer vorstellbar und nicht zu fassen, dass Menschen dazu fähig sind, solches Leid zuzufügen. In Ihrem Bericht beschreibt Tina J. nicht nur die Grauen erweckenden Erlebnisse, sondern vor allem sich selbst und ihre inneren Zustände, vor und während ihrer therapeutischen Behandlung.

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Hier sitzt er zwar nicht auf einem Steine, aber: und dahte bein mit beine:, dar ûf satzt ich den ellenbogen: ich hete in mîne hant gesmogen daz kinne und ein mîn wange2. Es ist zu vermuten, dass der in mittelhochdeutsch eingefügte Text auf dem Schriftband vom Eigner vorgegeben wurde: hêr walther von der vogelweide, swer des vergaez’, der taet’ mir leide3. Nein, dieser Literaturwissenschaftler wird den Dichter und Sänger niemals vergessen, hat er ihm doch mit seinem bedeutungsvollen Exlibris ein Denkmal gesetzt.

Johannes in seine Familie auf, wo er auf seinen sechs Jahre älteren Vetter Eduard traf. Während Oskar, Sohn des Schulinspektors, nach dem Besuch des Gymnasiums auf der Insel Ösel in die beruflichen Fußstapfen seines Onkels trat und Theologie studierte, wurde Eduard, der Pfarrerssohn, Maler. Vom streng lutherischen Elternhaus geprägt widmete sich Eduard zeitlebens der religiösen Kunst. Bedeutende Gemälde von ihm hängen in den großen Galerien wie Dresden, Berlin, Hamburg und natürlich Düsseldorf, wo er sich 1860 nach erfolgreichem Studium und zahlreichen Studienreisen niederließ.

Seine Habilitationsschrift Johan Herman Schein, sein Leben und seine weltlichen Werke verrät bereits sein Verdienst um die Wissenschaft: die Wiederentdeckung von Schein¹, Komponist und Thomaskantor. Seit 1901 redigierte er die Gesamtausgabe von dessen Werken. Seine Aufnahme als Ritter in den Königlich-Sächsischen Albrechtsorden erfolgte im Jahre 1916. Prüfers Interesse galt in späteren Jahren der Musik Richard Wagners und in dem Zusammenhang der Stadt Bayreuth, die ihm die Silberne Bürgermünze für seine Verdienste um die Musikstadt verlieh.

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